Verbrennungen

Passend zur Adventszeit und vor allem zum Tag des brandverletzten Kindes, dreht sich heute alles um die Thematik Verbrennungen. 

 

Um euch einen kleinen Einstieg zu gewährleisten, folgt ein wenig Hintergrundwissen. Die Haut ist unser größtes Organ und wiegt ca 3,5 bis 10kg. Unsere Haut hat drei Schichten Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Mittels dieser Schichten kann die Haut uns  vor thermischen (Hitze), chemischen (Laugen), mechanischen Verletzungen (äußere Gewalteinwirkung), Licht und Infektionen schützen. Zudem unterstützt es uns als Sinnesorgan. Mittels zahlreichen Tastkörperchen wird uns das fühlen ermöglicht. 

Falls die Hitzeinwirkung doch zu groß ist verbrennen wir uns. Dies wird ebenfalls in drei Graden eingeteilt. 

  • Grad I: Verletzung der Oberhaut -> Rötung, Schmerz
  • Grad II: Verletzung der Leder- und Unterhaut -> Rötung, Bläschenbildung, Schmerzen
  • Grad III: Zerstörung aller Hautschichten -> weiße oder schwarze Hautverfärbungen, ggf. schmerzfrei, da die Schmerzrezeptoren zerstört wurden.

Doch was mache ich jetzt?

  1. Absicherung: Hier gilt das erste Gebot in der Ersten Hilfe: Eigensicherung! Beobachte dein Umfeld und das Geschen genau. Bewahre Ruhe! Falls die betroffene Person noch brennt musst du sie löschen. Hierfür gibt es folgende Möglichkeiten:  Wasser, Feuerlöscher (Feuerlöscher), Löschdecke/schwer entflammbare Decke (Feuerlöschdecke 160x180 cm).
  2. Schmerzlinderung: Verbrennungen können mit Wasser gekühlt werden. Die Wassertemperatur sollte um die 20°C betragen. WiCHTiG! Es wird nur zur Schmerzlinderung gekühlt und somit nur bei Betroffenen angewendet, die bei Bewusstsein sind. Es besteht sonst die Gefahr der Unterkühlung. Ebenfalls werden nur Verbrennungen gekühlt, die max. eine Fläche von 5% betragen. Dies entspricht bei einem Erwachsenen ca. ein Unterarm. 
  3. Wundverband: Brandverletzungen müssen immer steril und großflächig mit einem Brandwundverband versorgt werden. Dieser muss aus einer metallisch beschichteten, sterilen Wundauflage (aluminiumbedampfte Wundkompresse, steril) und einer Fixierbinde (Mullbinde)bestehen.

 

Dennoch ist die Prävention viel wichtiger als die Erste-Hilfe. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Besonders gefährdet sind alte Menschen und Säuglinge bzw. Kleinkinder. An dieser Stelle meine Empfehlung. Schaut gerne mal bei https://www.paulinchen.de vorbei. Diese tollen Menschen leisten eine super Aufklärungsarbeit und haben ein tolles Angebot für Betroffene und dessen Angehörige.